Trauredner buchen – warum ihr schon frühzeitig anfragen solltet

Wenn die Hochzeitsplanung startet, läuft sie fast immer nach demselben Muster ab. Als Allererstes wird die Location gesucht. Ist sie gefunden, wird der Termin festgemacht und erst danach beginnt die Suche nach weiteren Dienstleistern: Fotograf, DJ, Trauredner. Das ist grundsätzlich auch der richtige Weg. Ohne Location und Datum lässt sich kaum etwas sinnvoll planen, das macht total Sinn.

Trotzdem hat diese Reihenfolge einen großen Haken, über den ich mit Brautpaaren immer wieder spreche. Nicht jede Entscheidung in der Planung wiegt gleich. Vor allem beim Trauredner geht es nämlich nicht nur um eine Dienstleistung, die ihr bestellt, sondern um Vertrauen und Sympathie.

Ihr erzählt einem Menschen, den ihr vorher kaum bis gar nicht kanntet, eure ganz persönliche Geschichte. Die kleinen Details, die Eigenheiten, das, was zwischen euch passiert und vor allem, was euch ausmacht. Ihr sprecht über Schicksalsschläge, über eure stärksten und schwächsten Momente. Das funktioniert nur, wenn ihr euch wohlfühlt und öffnen könnt, und dafür braucht es in relativ kurzer Zeit eine Basis: ein paar Gespräche, ein Kennenlernen und schon müsst ihr entscheiden: „Passt der zu uns?“ Die gleiche Wellenlänge, der „Vibe“, lässt sich dabei weder planen noch ersetzen. Entweder es ist da oder eben nicht.

Und jetzt stellt euch vor, ihr habt Location und Datum fest gebucht und merkt erst danach, dass euer Wunschtrauredner mit den höchsten Sympathiepunkten an genau diesem Samstag schon vergeben ist. Dann bleibt euch nur die zweite, dritte oder vierte Wahl. Das kann trotzdem gut werden, keine Frage, aber ihr müsst es gar nicht darauf ankommen lassen. Gerade bei der Trauung, die für viele Gäste der emotionalste Teil des Tages ist, würde ich mich nicht mit „wird schon passen“ zufriedengeben. Die beliebten Samstage in der Hauptsaison sind oft schneller weg, als man denkt.

Die Lösung ist erstaunlich einfach und kostet euch nur ein paar Tage. Entscheidet euch für eure Wunschlocation, bucht aber noch nicht verbindlich. Fragt stattdessen zuerst die verfügbaren Termine ab und lasst euch ein paar Tage Zeit, bevor ihr zusagt. In dieser Zeit meldet ihr euch bei den Menschen, die euch am wichtigsten sind: Trauredner, Fotograf, DJ, wer auch immer für euch unverzichtbar ist. Mit einer ganz einfachen Frage: Welcher dieser Termine würde bei dir passen? Im besten Fall findet sich ein Datum, an dem alle können. Und wenn nicht, wisst ihr es, bevor ihr unterschrieben habt und nicht erst danach.

Dass ich hier den Trauredner so hervorhebe, hat einen einfachen Grund: Mit ihm habt ihr in der Vorbereitung die meisten Berührungspunkte, da kommt mehr zusammen als ein Auftritt von 45 Minuten. Wir sprechen im Vorfeld, wir lernen uns kennen, am liebsten bei euch zu Hause, weil ihr euch dort fallenlassen und einfach ihr selbst sein könnt. Wenn ihr nach dem ersten Gespräch das Gefühl habt, verstanden zu werden, ist das mehr wert als alles andere. Und wenn nicht, ist das genauso in Ordnung. Dann wisst ihr früh genug, dass ihr weitersuchen solltet, um den für euch passenden Trauredner zu finden.

Am Ende geht es nicht darum, die Planung gänzlich auf den Kopf zu stellen – Location zuerst ist absolut richtig. Es geht nur um den einen Schritt vor der Unterschrift, der euch die Wahl lässt, damit ihr mit ein paar Tagen Geduld die Dienstleister bekommt, die ihr auch wirklich an eurem großen Tag dabeihaben wollt.

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